Mit einem herzlichen Dank an den örtlichen Junggesellenverein, der der SPD angesichts des starken Regens kurzfristig sein großes Festzelt überlassen hatte, eröffnete SPD-Vorsitzender Tobias Leuning die 40. Mai-Kundgebung des Ortsvereins auf dem Gottfried-Velten-Platz in Heimerzheim. Im vollbesetzten Zelt begrüßte er die Bundestagsabgeordnete Bettina Bähr-Losse, den SPD-Landtagskandidaten Folke große Deters, den stellvertretenden Bürgermeister Robert Datzer, den Ortsvorsteher Hermann Leuning, Ortsausschussvorsitzenden Hermann Menth sowie Delegationen aus allen linksrheinischen SPD-Ortsvereinen. Sein besonderer Dank galt den vielen Helfern aus dem Ortsverein, die beim Aufbau und an den Getränke- und Essensständen mitarbeiteten.

Bettina Bähr-Losse, die bei der Bundestagswahl im September erneut im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis kandidieren wird, betonte in einem kurzen Grußwort die besondere Bedeutung der Landtagswahl in NRW im Vorfeld der Bundestagswahl und rief dazu auf, der SPD beide Stimmen zu geben, damit Hannelore Kraft ihre erfolgreiche Arbeit für das Land fortsetzen könne. Mehr soziale Gerechtigkeit sei für den Zusammenhalt der Gesellschaft dringend nötig. Es gehe jetzt auch mehr denn je darum, die Fahne der Demokratie hoch zu halten.

Folke große Deters bedankte sich eingangs seiner Ansprache für die große Unterstützung in seinem Wahlkampf. Die Mai-Kundgebungen bewertete er als gutes Beispiel für die Traditions- und Brauchtumspflege in der SPD. Er erinnerte an die segensreiche Wirkung der Arbeiterbewegung, die seit ihrem Bestehen für die Demokratie gekämpft und dabei vor allem in der Nazi-Zeit viele Opfer gebracht habe. Die von Kanzlerkandidat Martin Schulz erhobene Forderung nach mehr Gerechtigkeit machte er an drei prägnanten Beispielen fest. Es könne nicht länger hingenommen werden, dass Kinder aus ärmeren Familien schlechtere Bildungschancen hätten. Die SPD habe sich in ihrer über hundertfünfzigjährigen Geschichte immer auch als Bildungsbewegung verstanden. Deshalb habe sie in NRW die Studiengebühren abgeschafft. Nun wolle sie im Blick auf Chancengleichheit auch Kitas und die Meisterausbildung beitragsfrei machen. Als weiteren zentralen Punkt für soziale Gerechtigkeit nannte er den Wohnungsbau, den die Landesregierung auf ein Rekordniveau gehoben habe, damit junge Menschen, Familien und Ältere nicht aufgrund steigender Mieten aus ihren Orten verdrängt würden. Außerdem dürfe es kein Zurück geben beim Kampf für Steuergerechtigkeit. Dank Finanzminister Norbert Walter-Borjans habe NRW hier eine Vorreiterrolle eingenommen und durch den Ankauf von Steuer CDs für 2,3 Mrd. Euro Mehreinnahmen gesorgt, die nun dem Gemeinwohl zu Gute kommen.

„Die Landtagswahl ist für uns nicht im Schlafwagen zu gewinnen. Da es noch viele Unentschlossene gibt, kommt der Mobilisierung in den letzten Tagen vor der Wahl besondere Bedeutung zu. Es ist daher wichtig, Freunde und Nachbarn zur Teilnahme an der Wahl aufzufordern“

betonte Folke große Deters abschließend und wies noch einmal auf die Signalwirkung der NRW-Wahl für die Bundestagswahl im September hin. Für gute Stimmung sorgte wieder die Live-Band „Kottengroover“.